Ok, vielleicht ein bisschen dick aufgetragen, aber ich habe fantastische Laune. Ich bin mit der inhaltlichen Überarbeitung durch. Ich habe einen Roman geschrieben. Man könnte ihn so lesen wie er jetzt ist. Zu dem Konjunktiv kommen wir gleich noch. Zuerst das Ergebnis:
406 Normseiten / 92.577 Wörter / 564.681 Zeichen (inkl. Leerzeichen)
(Im Titelbild sind noch Leerseiten nach Kapiteln enthalten, die sind inzwischen raus)
Ausgedruckt sieht das so aus:

und ja, da geht ein blauer Strich durch den ersten Absatz. Der wird aber nicht gestrichen, sondern dient als Markierung.
Und damit sind wir beim Konjunktiv und der Frage: Ist er fertig?
Leider nein. Nachdem ich jetzt die inhaltliche Korrektur gemacht habe ist die Geschichte „aus einem Guss“. Ich habe auch eine Rechtschreib- und Zeichensetzungeskorrekturrunde gedreht. Jetzt kommen wir zum letzten Schritt (bzw. zum letzten Schritt den ich allein gehe): Das Ausmisten.
Ich gehe jede Seite nochmal (und nochmal) durch und stöbere jedes „eigentlich“, jedes „während“ und jedes „einige“ auf. Unnötige Passivkonstruktionen fliegen raus und leider auch einige Passagen die mir gefallen, die es aber nicht braucht. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich in mehreren dialoglastigen Kapiteln ein paar Absätze zu viel gemacht habe.
Ich werde also nicht bei 406 Seiten bleiben, sondern etwas einbüßen. In Schriftstellerkreisen, in welchen ich mich ja seit einer Viertelstunde bewege, wird, je nach Maßeinheit, von 10% oder 10.000Wörtern gesprochen. Als Ratschlag und Faustregel bei der Überarbeitung. Praktisch jede Erstfassung eines Manuskripts ist zu „fett“. Da ist meines keine Ausnahme. Es geht natürlich nicht um das Kürzen des Kürzens willen, sondern darum die Geschichte besser zu erzählen. Weniger labern, mehr Geschwindigkeit. Mal sehen wie einfach oder schwierig das wird. Ich habe das ja als Phase 2 angekündigt.
Im Anschluss wird dann erstmals jemand das Manuskript zu sehen bekommen, der nicht ich ist. Daraus ergeben sich weitere Änderungen und dann folgt die Verlagssuche…
Doch das alles passiert ab morgen. Heute habe ich bereits etwas erreicht. Heute wird gefeiert!
Ich bin stolz auf diesen Meilenstein.
21.01.2021
Ferdinand Lattner, Autor
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