Genie und Wahnsinn

liegen bekanntlich oft nahe beieinander. Letztlich folgen viele Entdeckungen oder Ideen einfachen Beobachtungen. Die Frage Was passiert wenn… ist die Grundlage der aller Entwicklung. Kleinkinder machen alles kaputt, da sie untersuchen, was passiert wenn man die Puppe gegen die Wand wirft und wie sich das unterscheidet, wenn man die Tasse an die Wand wirft…
Es ist Neugier und es ist Forscherdrang. Neben dem geordneten Erforschen von Dingen folgt das Träumen ebensolchen Fragen: Was wäre wenn ich fliegen könnte? Wenn es Zauberei gäbe
Und eine hervorragende Ausgangsfrage für Romane ist immer wieder: Was wäre wenn alles genau gleich wäre außer XY (dazu ein andermal einen eigenen Beitrag 😊)


Und dann gibt es noch das hier:
Ich habe mehrfach gelesen (z.B. hier), dass Wespen sich rudimentär an Futterplätze erinnern. Sprich Orte, an denen sie Futter gefunden haben, erneut aufsuchen. So kann man Wespen im Sommer trainieren einen im Herbst weniger zu nerven.


Oder:


Was wäre wenn ich eine kleine Vesperplatte anrichte. Mit wespischen Köstlichkeiten, wie einem winzigen Stück Schinken, einem Klecks Marmelade, einem Fingerhut Bier oder Radler. Schön drapiert auf einem giftfreien Vesperbrett aus tropischem Edelholz und mit einer winzigen Serviette versehen.
Dann warte ich auf die erste Wespe und lasse sie Platz nehmen. Sie frisst, sie freut sich. Sie holt ihre Kumpels…
…doch davor nehme ich das Brettchen weg.


Am nächsten Tag das gleiche. Immer wenn eine Wespe das wundersame Mahl entdeckt hat, verschwindet es. Kurz darauf im Wespennest:
„Leute! Mitkommen! Schinkenplatte mit Bier!!!“
„Ok, nichts wie los!“
Bsssssbsssbsss
„…“
„doch, irgendwo hier war es.“
„Na klar. Wir hätten es wissen müssen. Freibier existiert doch gar nicht.“
„Doch, ehrlich.“

Drei Tage später:
„Leute, leute“ Die Schinkenplatte ist wieder da“
„Ja klar. So wie gestern. Und den Tag davor!“
„Nein ehrlich! Michael hat sie doch auch gesehen!“
„Wer’s glaubt ist eine Schwebfliege.“

Ok, ich weiß jetzt auch nicht wohin das führt, aber vielleicht, nur vielleicht gilt mein Balkon unter Wespen ab nächstem Jahr als zu meidendes Gebiet.
„Flieg nicht dahin, da sieht der Kollege immer die verwunschene Schinkenplatte die weg ist sobald man nachkuckt…“

Ach ja, als Bonus (Bildungsauftrag und so): Die supernervige Standardwespe ist die deutsche Wespe (vespula germanica). Anscheinend kommt der Name aber schlich von ihrem Verbreitungsgebiet: Ähnlich dem deutschen Touristen ist die Wespe in ganz Mitteleuropa anzutreffen, vornehmlich in Cafés oder bei Grillfesten. Man kann sie gut mit einer zusammengerollten Bildzeitung schlagen. Außerdem lieben sie Wassermelone im Freibad.

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